Visualisierung

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Aufgabe:

Die grafische Darstellung von betriebstechnischen Anlagen und der jederzeitige Zugriff auf aktuelle Betriebszustände, historische Daten und Alarmlisten sind für den Betrieb einer modernen Gebäudeautomation unerlässlich. Dabei ist der Einsatz einer aufwendigen Gebäudemanagementsoftware nicht immer die erste Wahl. In vielen Fällen ist weniger mehr – vor allem ein mehr an Akzeptanz beim Nutzer, der schnell und intuitiv, ohne lange Schulungsmaßnahmen und Einarbeitungszeiten die Anlagentechnik sicher bedienen und beobachten können soll. Einfache Bedienbarkeit ist mitentscheidend für die Akzeptanz der Gebäudeautomation durch den Nutzer und damit auch für den effizienten Betrieb der aufgeschalteten Anlagen und Systeme.

Geplant wird eine Visualisierung, auf die sowohl von einem Nutzer vor Ort in einer dezentralen Liegenschaft als auch von einer übergeordneten, zentralen Stelle aus zugegriffen werden kann. Der Zugriff auf die Visualisierung erfolgt dabei über eine IP-Verbindung. Der Nutzer greift entweder über einen Standard-PC, ein Tablet oder Smartphone auf das System zu. Alle grafischen Anlagenbilder und wesentlichen Funktionen sind dezentral auf den Hardware-Komponenten im Feld gespeichert und eingebunden. Das System muss in der Lage sein, verschiedene Kommunikationstechnologien zu integrieren, da die HLK-Anlagen (BACnet-Netzwerk), die Raumautomation (LonMark System, KNX) und die Energiedatenerfassung (M-Bus, Modbus) gleichzeitig aufgeschaltet werden.

Lösung:

Für die Umsetzung wird eine Kombination aus Hard- und Software eingesetzt. Im Feld übernehmen L-INX Automation Server die Erfassung von Informationen über integrierte CEA-709-, BACnet-, KNX-, Modbus- und M-Bus-Schnittstellen.

lweb900_system_architecture_catalogAuf den L-INX Automation Servern liegen ebenso die grafischen Anlagenbilder, Zeitschalt­programme, Trend­daten und Alarm­listen – alle unabhängig von einer übergeordneten Rechner-Hardware. Für die Visualisierung auf einem PC mit MS Windows-Betriebssystem kommt die LWEB-800 Visualisierung als Komponente aus dem L-WEB System zum Einsatz. Für alle tragbaren Geräte wird eine LWEB-802 Visualisierung implementiert, die plattform­unabhängig auf der Basis von HTML5 arbeitet - egal ob iOS, Android oder Windows OS. Für  lokale Visualisierungen und eine Bedienung vor Ort sind L-VIS Touch Panels einerseits direkt bei großen betriebstechnischen Anlagen, andererseits in den Räumen installiert. Die Kommunikation zwischen den L-INX Automation Servern und der jeweiligen Visualisierung erfolgt über eine IP-Verbindung unter Einsatz von Web-Services.

Die LWEB-800/802 Visualisierung bildet dynamische Anlagenbilder ab, welche die L-INX Automation Server bereitstellen. Anlagenbilder aus verteilten L-INX Automation Servern werden verknüpft und ergeben dadurch eine zusammenhängende Visualisierung, die durchgängig bedienbar ist. Über die Anlagenbilder kann der Nutzer Anlagen bedienen, Betriebszustände einsehen, Zeitschaltprogramme bearbeiten und Trenddaten sowie Alarmlisten sichten. 

 

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Vorteile:

Als Standard-Leistungsmerkmal bieten die L-INX Automation Server eine preiswerte Möglichkeit der Anlagenvisualisierung. Durch die gleichzeitige Integration von unterschiedlichsten Standard­protokollen lassen sich verschiedene Systeme über die Anlagenbilder einheitlich und protokoll­unabhängig bedienen. Die Verwendung von Web-Services für die Kommunikation zwischen den L-INX Automation Servern und der LWEB-800/802 Visualisierung ermöglicht eine problemlose Kommunikation im IP-Netzwerk ohne sicherheitsrelevante Änderungen an Firewall-Einstellungen vornehmen zu müssen. Für die Erstellung der Anlagenbilder mit der Software L-VIS/L-WEB Configurator sind keine besonderen Kenntnisse, z.B. über HTML, Flash etc. erforderlich. Durch die Verlinkung von grafischen Anlagenbildern auf verteilten L-INX Automation Servern lässt sich eine durchgängige Bedienoberfläche gestalten, die bei Bedarf Informationen aus mehreren L-INX Automation Servern gleichzeitig auf einer Seite darstellt. Die Auswahl eines einzelnen Geräts für das Abrufen von Informationen ist nicht erforderlich.

Erweiterung mit LWEB-900

Die Visualisierung des Gesamtsystems ist jederzeit skalierbar und lässt sich auch zu einem vollwertigen Gebäudemanagement mit Hilfe des Softwarepaketes LWEB‑900 ausbauen. LWEB‑900 stellt neben der Visualisierung alle wichtigen Funktionen zum Aufbau eines verteilten Gebäudemanagements zur Verfügung wobei bestehende Hardware problemlos weiterverwendet werden kann. Näheres finden Sie auf den Seiten LWEB‑900 Integriertes Gebäudemanagementsystem.

 Funktionen:
  • Bedienen und Beobachten in der Gebäudeautomation mit LWEB-800 und LWEB-802
  • Skalierbare Visualisierung in verteilten Liegenschaften über IP-Verbindungen
  • Systemübergreifende Anlagenvisualisierung
  • Zugriff auf AST-Funktionen - Alarming, Scheduling (Zeitschalten) und Trending
  • Integration verschiedener Standard-Protokolle

Anwendungsbereiche:

Kommunale Einrichtungen:

  • Kindergärten und Schulen
  • Krankenhäuser
  • Schwimmbäder
  • Senioren und Pflegeheime
  • Sporthallen
  • Verwaltungsgebäude

Kommerziell genutzte Gebäude:

  • Bürogebäude
  • Einkaufszentren
  • Flughäfen
  • Bahnhöfe
  • Fertigungshallen
  • Lager

Referenzen: